Perspektiven für Straßenkinder und junge Obdachlose in Deutschland Jetzt spenden
Perspektiven für Straßenkinder und junge Obdachlose in Deutschland Jetzt spenden

Frequently Asked Questions

Die Antworten auf die meistgestellten Fragen zum Thema "Straßenkinder in Deutschland" und zu den Arbeitsfeldern der Off Road Kids Stiftung gibt es hier.

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Was ist Off Road Kids?

Off Road Kids ist die einzige bundesweit arbeitende Hilfsorganisation für Straßenkinder, Ausreißer und junge Obdachlose in Deutschland.

Was hat Off Road Kids bisher geleistet?

Seit 1994 hat Off Road Kids tausenden jungen Menschen aus der Obdachlosigkeit herausgeholfen. Die aktuelle Summe wird fortlaufend auf der Homepage veröffentlicht.

Was macht Off Road Kids?

Die Off Road Kids Stiftung betreibt Streetwork-Stationen für Straßenkinder, Ausreißer und junge Obdachlose in Berlin, Dortmund, Hamburg und Köln, eine Online-Beratung für junge Menschen in Not, ein Kinderheim in Bad Dürrheim (Schwarzwald), Beratungs-Angebote für Eltern und Familien und ein Hochschulinstitut für ErzieherInnen.

Wie wird die Streetwork finanziert?

In erster Linie aus Spendengeldern. Vor allem helfen Förderer wie die Vodafone Stiftung, die Deutsche Bahn, die Permira Beteiligungsberatung, die Bausparkasse Schwäbisch Hall, die help and hope Stiftung, die Aktion „Deutschland rundet auf“ und der RED NOSE DAY (ProSiebenSat.1) und einige weitere Spender. Sonst wäre die Straßensozialarbeit nicht möglich.

Was passiert mit den Spenden?

Off Road Kids investiert die Spendeneinnahmen direkt in die operative Arbeit. Die ungeliebten Verwaltungskosten, die in einer Hilfsorganisation mit rund 30 Mitarbeitern anfallen, liegen im einstelligen Prozentbereich.

Wem und wie hilft Off Road Kids?

Die sehr erfahrenen Streetworker von Off Road Kids suchen nach Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen, die von zuhause ausgerissen sind oder bereits obdachlos sind. Sie wissen, wo sich neue Ausreißer in Großstädten wie Berlin, Dortmund, Essen, Bochum, Hamburg oder Köln aufhalten. Dort sprechen sie sie direkt an. Gemeinsam mit den jungen Menschen suchen die Streetworker dann in möglichst kurzer Zeit nach der bestmöglichen Zukunftsperspektive. Dazu analysieren die Streetworker zusammen mit den jungen Menschen alle infrage kommenden Varianten innerhalb und außerhalb der Familie. Die aussichtsreichste Variante wird mit den Kids, Eltern und ggf. dem Jugendamt umgesetzt.

Werden die Straßenkinder mit Essen und Kleidern versorgt?

Nein, nur in extremen Ausnahmefällen. Bei Off Road Kids gibt es Perspektiven, aber keine Versorgung mit Lebensmitteln. Die Streetworker von Off Road Kids wollen nicht, dass das Straßenleben für die Kids bequemer und erträglicher wird, als zuhause oder in einer Jugendhilfeeinrichtung zu wohnen und zur Schule zu gehen.

Wie alt sind die Kids?

Es gibt etwa gleichviele Mädchen wie Jungs auf der Straße. Die Gruppe der Mädchen ist wegen der früheren Pubertät insgesamt etwas jünger. Die Jüngsten sind 13 Jahre, was eher selten vorkommt. Die meisten Kids sind zwischen 15 und 21 Jahre alt. Die jungen Volljährigen sind in erster Linie Jungs.

Wie viele Straßenkinder gibt es?

Mindestens 300 minderjährige Ausreißer kommen jährlich in deutschen Großstädten an. Ohne Hilfe werden sie zu Straßenkindern. Dazu kommen noch die jungen Volljährigen, deren Zahl deutlich höher liegt. Es gibt keine genaue Erhebung darüber, wie viele junge Menschen in Deutschland während eines Jahres zeitweise oder vollständig wohnungslos bzw. obdachlos sind.

Woher kommen die Kids?

Die meisten kommen aus eher ländlichen Regionen und hatten zuhause großen Ärger. Permanente Streitereien bis hin zu Misshandlungen und Missbrauch können die Auslöser für die Flucht in eine Großstadt sein.

Ist Kinderarmut ein Grund?

Nein. Die Streetworker treffen bis heute etliche Ausreißer an, deren Eltern ein Haus besitzen und nicht von der Sozialhilfe oder dem Arbeitslosengeld leben. Allerdings kann materielle Armut im Elternhaus durchaus familiäre Zerwürfnisse auslösen und so junge Menschen auf die Straße treiben.

Was sind das für Kids? Wie stellen sie sich ihre Zukunft vor?

Meist sind es eher weiche Charaktere – auch, wenn einige äußerlich anders wirken. Immerhin haben sie sich in einer verzweifelten Situation dazu entschlossen, ihre Situation selbst in die Hand zu nehmen, also etwas zu unternehmen. Sie haben nicht resigniert und wünschen sich meistens ein ganz normales Leben mit Schule, Ausbildung und Familie – eben das, was sie bisher nicht hatten.

Wer sind die Streetworker von Off Road Kids?

Die Streetworker von Off Road Kids sind ausnahmslos erfahrene Sozialarbeiter und Pädagogen, die über entsprechende Hochschulabschlüsse verfügen. Das hohe Bildungsniveau ist zwingend nötig, da die Streetworker häufig für die kompliziertesten Jugendhilfefälle in Deutschland Lösungen erarbeiten müssen.

Wie viele Streetworker gibt es bei Off Road Kids?

In jeder der vier Streetwork-Stationen in Berlin, Dortmund, Hamburg und Köln sind vier bis fünf Streetworker tätig – insgesamt also mehr als 16. Sie werden von Hochschulpraktikanten unterstützt. Bei Bedarf werden Fachleute wie Ärzte oder Juristen hinzugezogen.

Welche Kids leben im Kinderheim der Off Road Kids Stiftung?

Das Kinderheim nimmt auch Kids auf, für die die Straßensozialarbeiter weder im Elternhaus noch in der Jugendhilfe in der Heimatregion der Jugendlichen eine tragfähige Lösung finden. Die meisten Jugendlichen sind direkt durch das für sie zuständige Jugendamt ins Kinderheim nach Bad Dürrheim vermittelt worden.

Was ist das IfPM?

Das Institut für Pädagogikmanagement (IfPM) wurde von der Off Road Kids Stiftung gegründet, um ErzieherInnen auch ohne Abitur berufsbegleitend ein Bachelor-Studium zu ermöglichen.